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[M2c] Jack Keane (+ Tips)

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[M2c] Jack Keane (+ Tips)
[M2c] Jack Keane (+ Tips)



[M2c] Jack Keane (+ Tips)



Source:

http://newsgroups.derkeiler.com/Archive/De/de.rec.spiele.computer.adventure/2009−01/msg00004.html







• From: Robin Koch

• Date: Sat, 03 Jan 2009 16:04:50 +0100



Hallo!



Irmgards Posting will ich mal zum Anlass für eine neue Ausgabe meiner "My 2

cents"−Reihe machen. %−)



Thema heute: Jack Keane



−−−Technik−−−

Hierbei möchte ich allerdings die Probleme die ich hatte es zum laufen zu

bringen außen vor lassen, da ich ja selber schuld bin, daß ich die Original−DVD

aus der Bücherei nicht mehr hatte. 0:−)



Irgendwann lief es auf jeden Fall. Was ich aber schon erwähnen möchte sind die

zum Teil langen Ladezeiten, gerade zu Beginn des Spiels. Nun ist mein Rechner

nicht mehr gerade taufrisch[1], aber immerhin, viele ahnen es schon, lief

Dreamfall flüssig darauf. %−) Nein, im Ernst: Viele hier werden nach einhelliger

Meinung mit keinem viel modernerem System aufwarten.

Zwischen Starten der Applikation und Cursorgewalt im Hauptmenü verging genug

Zeit um den Raum zu verlassen und, sagen wir mal, eine Tasse Kaffee zu holen.

*Incl.* Tasse aus dem Schrank holen, Zucker aus einem anderen Schrank holen,

feststellen, daß die alte Milchtüte leer ist, diese wegschmeißen und eine neue

Tüte Milch öffnen.

Wenn man das Spiel aber rechtzeitig startet und *nicht* vor dem Bildschirm

wartet, kann man diese Ladezeit also durchaus sinnvoll überbrücken.

Während des Spiels sind die Ladezeiten zwischen zwei Locations mitunter schon

etwas störender. Aber durch einen großzügigen Cache von vier Locations zum Glück

dann doch nicht allzu häufig.[2]



Die Performance war ebenfalls mittelmäßig. Selbst ohne weitere Programme im

Hintergrund und direkt nach einem Neustart lief das Spiel gerade so flüssig,

wenn ich einige Einstellungen runtergesetzt habe. Naja, Grafik ist ja nicht

alles, gell? ;−)



Damit sind wir eigentlich schon direkt bei der



−−−Grafik−−−



Gleich im zweiten Bildschirm habe ich sofort an Anhk erinnert gefühlt. (Was





[M2c] Jack Keane (+ Tips) 1

[M2c] Jack Keane (+ Tips)

nicht unbedingt positiv zu werten ist.) Die Graphik und Kamerafahrten erinnern

doch sehr stark an die anderen Projekte des Herstellers.

Wer den Anhk−Stil also mag wird auch mit Jack Keane zufrieden sein. Wenn nicht

sogar etwas mehr. Die Animationen sind sehr liebevoll und detailliert gemacht.

Seien es die fliegenden Haare des Protagonisten beim Laufen oder auch die Mimik

der Charaktere in den Dialogen allgemein. Hut ab.



Ich persönlich aber bin echten 3D−Welten gegenüber immer noch ambivalent

eingestellt.

Zugegebenermaßen ist die Weitsicht an einigen Stellen echt beeindruckend. Und

das kann teilweise auch durchaus nützlich sein, weil so einige weit entfernte

Hotspots anklickbar sind und man sich viele Klicks spart, mit denen man

normalerweise erst hinlaufen müsste.

Auf der anderen Seite stehen die langen Wege, die man oft genug trotzdem machen

muß, weil man naturgemäß den kompletten "echten" Weg zurücklegen muß. In

zweidimensionalen Hintergründen kann man da schon etwas mehr schummeln.

Leider gewinnt auch die Übersicht nicht immer durch die vollständig modellierten

Locations.

Gerade die dynamische Kamera macht es fast unmöglich, während man geht, einen

Hotspot zu treffen. Außerdem ist man hin und wieder in der Situation, daß man

nur einen Schritt in die gewünscht Richtung gehen kann und erst, wenn die

Kameraposition sich geändert hat größere "Sprünge" machen kann.

Ich habe mir beim Spielen manchmal eine manuelle Kontrolle über die Kamera

gewünscht um die das zu sehen, wo ich eigentlich hin will.



Womit wir auch schon direkt bei der



−−−Steuerung−−−



sind. :−)



Außer den oben bereits genannten Beobachtungen habe ich mich vor allem gefragt,

was zum Henker die Entwickler dazu gebracht hat die Maustasten "auszutauschen"!

Wer es noch nicht gespielt hat: Auf der *linken* Maustaste lassen sichHotspots

anseheh und auf der *rechten* Maustaste liegt die Standard−Aktion (Nehmen,

Benutzen, Reden, etc.).

Also genau wie in Baphomets Fluch nur *umgekehrt*.

Vielleicht gewöhnt man sich dran, aber mir war die Tastenbelegung zu

kontraintuiiv, sodaß ich bereits nach wenigen Minuten *meine Maus* umgestellt

habe. %−) Danach war die Steuerung eigentlich solide, bis auf die Probleme mit

der dreidimensionalen Umgebung.

Hier wäre zumindest Tastatur−*Unterstützung* manchmal wünschenswert.

Aber hierzu ein Tip, den ich leider erst nach dem Durchspielen entdeckt habe:[3]



Ein lobenswerter (allerdings mittlerweile sehr verbreiteter) Ansatz ist die

Hotspot−Taste X. Das Prinzip ist bekannt: Bei Druck auf X sollen alle Hotspots

zu sehen sein. Da funktioniert leider so gut wie gar nicht.

Die meisten Hotspots werden unheimlich verschoben angezeigt, einige gar nicht

und wieder andere Markierungen lassen sich keinem tatsächlichen Hotspot zuordnen.

Somit lässt sich nie mit Sicherheit sagen, ob man bereits alle Hotspots gefunden

hat. Trotzdem hilft die Taste hin und wieder etwas weiter, wenn man einen



[M2c] Jack Keane (+ Tips) 2

[M2c] Jack Keane (+ Tips)



Hotspot angezeigt bekommt, den man noch nicht entdeckt hat. Aber das hat man

dutzendfach schon besser gesehen!



−−−Audio−−−



Bevor ich zum spielerischen Teil komme noch ein Wort zur Musik und

Sprachausgabe: Spitze.



Die Musik passt durchgehend gut zum Stil und zum Protagonisten. Bei einigen

Wegbereitenden Rätseln erinnert sie allerdings wieder stark an Anhk. (Und wird

überproportional laut. Zum Glück nur kurz)

Die Synchronisation ist absolut super, wofür professionelle Sprecher alleine ja

nicht unbedingt ausreichen. Aber hier machen alle alles richtig, von der

Stimmung bis zur Betonung. (Und besonders Buffy−Fans werden die eine oder andere

Stimme wiedererkennen. ;−))



−−−Spiel−−−



Hier gibt es eigentlich nicht viel zu bemängeln. Jack Keane krankt in meinen

Augen an der gleichen Krankheit wie soviele Titel in den letzten Jahren: An

einigen Stellen wird einem die Lösung eines Rätsel direkt zu Beginn vorgekaut

("Vielleicht kennt sich ja jemand mit $Thema aus?"), an anderen Stellen wiederum

lässt der Held den Spieler recht alleine mit dessen spärlichen Informationen

über die Spielwelt und man probiert einfach solange durch, bis das dabei ist,

was gesucht ist. Man wünscht sich an einigen Stellen ein bißchen weniger "Das

geht so nicht." und ein bißchen mehr "Das könnte funktionieren, wenn..."



Ansonsten ist das Spiel erfreulich umfangreich. Es geht immer weiter, wenn man

denkt , daß es gleich vorbei ist, ohne künstlich in die Länge gezogen zu wirken.

Bis zum Ende bleibt auch die Rätseldichte hoch.



Zudem trumpft "Jack Keane" durch mehrere spielbare Charaktere (naja, streng

genommen sind's nur zwei, fühlt sich aber nach mehr an. ;−)) sowie alternative

Lösungswege auf.[4]



Der Humor hingegen ist nicht bahnbrechend, hat aber Charm.



−−− Fazit−−−

Also ich sollte gleich zu Beginn vorausschicken, daß ich die teilweise

überschwänglichen Urteile ("Besser als Monkey Island") nicht teile.

Was nicht heißen solle, daß "Jack Keane" kein gutes Spiel ist!



Das umfangreiche Gameplay (13 Stunden) gepaart mit detaillierten Grafiken und

überzeugenden Charakteren weiß durchaus über technische "Mängel" hinwegsehen zu

lassen. Etwas mehr Humor und weniger Ressourcenhunger hätte ich erwartet und mir

gewünscht.



So gibt es von mir 12 Punkte.



Fußnoten:





[M2c] Jack Keane (+ Tips) 3

[M2c] Jack Keane (+ Tips)

[1] AthlonXP 2600+, 2GB DDR, Geforce 7600GS auf WinXP



[2] In der Datei ~\Eigene Dateien\Jack Keane\settings.ini gibt es die Variable

"max_location_count", die angibt wieviele Locations im Speicher gehalten werden.

Bei mir waren (entgegen des Default−Wertes von 1) 4 eingetragen was ca. 800MB

Arbeitsspeicher verbraucht hat.



[3] Ebenfalls in der Datei ~\Eigene Dateien\Jack Keane\settings.ini gibt es den

Switch "drag_support", der standardmäßig auf false steht. Wer ihn auf true

setzt, kann Jack auch durch Gedrückthalten der Maustaste steuern. (Ähnlich wie

bei BF4). Hätte ich zumindest gerne vorher gewusst.



[4] Mini−Spoiler:

An einer Stelle lassen sich nur drei von vier Gegenständen kaufen und man wird

auch nicht künstlich in der Wahl eingeschränkt. Irritierend ist allerdings, daß

ein Banner im Geschäft besagt, daß es ein 3 für 2−Angebot gibt. Man müsste also

alle vier Gegenstände bekommen können, was einen natürlich denken lässt, daß man

den Verkäufer irgendwie darauf aufmerksam machen können müsste. Kann man aber

nicht. (Und es gibt für jede Kombination von Gegenständen eine Lösung!)



Ich hoffe, ich habe nichts wichtiges vergessen...



Robin Koch

−−

Die Menschen, mit denen man natürlich bleiben kann, sind so selten!

Umso schöner, umso kostbarer sind die Augenblicke, die man im Gespräch

mit diesen wenigen Seltenen verbringen kann. − (André Gide)

.









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